In Oberbayern gibt es einen Brauch, der halbwegs parallel zum Fasching stattfindet: Die Schäffler (Fassmacher) ziehen alle sieben Jahre von Dreikönig bis zum Faschingsdienstag durch die Gegend und führen an verschiedenen Orten ihre Tänze auf. Begleitet werden sie dabei von einer Musikkapelle und von ein paar Kasperln, die allerlei Unsinn machen und auch mal eine Art „Büttenrede“ halten.
Dieser Brauch soll auf einen Schäffler zurückgehen, der nach der Pest seine Nachbarn aus den Häusern locken und ein paar positive Vibes verbreiten wollte. Aber so ganz genau weiß man das ja nie mit den Bräuchen.
Trotz längerer Zeit im Münchener Outback kannte ich diesen Brauch bis zu diesem Jahr nicht bzw. hatte nie so ein Happening live gesehen. Wie das kommen konnte, war mir nicht klar, weil die Schäffler und die Kapelle in den letzten Wochen im Ort und im Landkreis quasi omnipräsent waren und (ich glaube) 120 Auftritte vor Schulen, Altenheimen, …, aber auch bei privaten Auftraggebern hinlegten. Eine bemerkenswerte Leistung.
Gestern war der letzte Tanz der Saison, und gefühlt war der halbe Ort da, und obwohl es am Ende noch böse anfing zu schneeregnen, blieben die meisten Zuschauer sehr wacker da.
Schöne Aktion.
Bis 2033.













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